jameda ändert Prüfverfahren

Verfasst am 

25.06.2014

Mehr Schutz vor Manipulation verspricht ein verbessertes Prüfverfahren, welches das Internet-Bewertungsportal jameda.de in den kommenden Wochen einsetzt. Dabei werden nicht nur künftige Bewertungen anhand des neuen Algorithmus geprüft. Auch bereits veröffentliche Bewertungen, die gegen die jameda-Nutzungsrichtlinien verstoßen und durch die neuen Parameter entdeckt werden, sollen gelöscht werden. So möchte jameda.de das Vertrauen von Ärzten und Patienten in die Bewertungen stärken.


Prüfungsverfahren per SMS

Als erstes Bewertungsportal in Deutschland nutzt jameda.de dabei die SMS-Prüfung, die vergleichbar mit der mobilen TAN ist, die im Online-Banking eingesetzt wird. Autoren von auffälligen Bewertungen werden dabei per E-Mail kontaktiert und gebeten, ihre Handynummer in ein verlinktes Formular einzutragen. Das System verschickt an das Handy eine SMS mit einem Prüfcode, den die Nutzer dann online eingeben. So lässt sich feststellen, ob mehrere Bewertungen auch mehrere Handybesitzer zuzuordnen seien.


Hilfe bei fragwürdigen Bewertungen

Um eventuellen Zweifeln entgegenzuwirken, sollten die Bewertungen Ihrer Patienten grundsätzlich fair, verständlich und differenziert, Kritik dabei nicht beleidigend oder verallgemeinernd sein. Die Verwendung von Webadressen, Werbung oder anderen Namen als den des bewerteten Arztes sind zu vermeiden. Selbstverständlich ist es nur erlaubt, eine Bewertung abzugeben, wenn auch eine Behandlung erfolgt ist. Dazu zählen auch Voruntersuchungen und Arztgespräche, nicht jedoch probatorische Sitzungen (z.B. beim Psychotherapeuten) oder ärztliche Gutachtertermine. Auch dürfen die bewerteten Arztbesuche nicht länger als 4 Jahre zurückliegen. Ärzte dürfen sich zudem ebenso wenig selbst bewerten wie ihre Angestellten, Verwandten oder beauftragte Agenturen. Sollten Sie einmal eine fragwürdige Bewertung erhalten, und diese deshalb anzweifeln, besteht eine strenge Prüfpflicht. Im Rahmen dieser Prüfungen benötigt jameda.de in einzelnen Fällen auch Behandlungsbelege, auf denen Sie jedoch alle persönlichen Daten schwärzen können, Praxisstempel und Datumsangabe reichen aus.


Das Prüfverfahren von jameda wird auch authentische Bewertungen kosten

Unser Fazit: Verbesserte Erkennungsparameter für manipulierte Bewertungen steigern langfristig das Vertrauen der Patienten in Ihrer Praxis. Deshalb ist eine offene Kommunikation und eine Aufklärung der Patienten über die Nutzungsrichtlinien sinnvoll. Leider lässt sich aus Erfahrung sagen, daß viele Bewertung durch diesen Prozess verloren gehen. Die Nutzungsrichtlinien für Bewertungen sind hier vollständig nachlesbar: https://www.jameda.de/jameda/nutzungsrichtlinien.php